Salvator Mundi Rundweg
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Länge: 17 km

Salvator Mundi ist der Namenspatron der prunkvollen Wallfahrtskirche und bedeutet Heiland der Welt. Allein die Größe der Kirche lässt schon erahnen, dass sie über den Ort Breitenfeld hinaus Wirkung hat und die üppige barocke Einrichtung bestätigt die Bedeutung der Wallfahrtskirche. Schon nach der Pest 1634 wurde am Pestfriedhof eine Kapelle gebaut, die nach der zweiten Pestwelle 1681 zur großen Wallfahrtskirche ausgebaut wurde. Das Altarbild des „Salvator Mundi“ - des Heilands der Welt – von Simon Echter stammt noch aus der ersten Kapelle und wurde in der neuen Kirche in den prächtigen Hochaltar mit den 12 Aposteln und dem für Wallfahrtskirchen typischen Altarumgang eingefügt. Beachtenswert ist auch das Kupferportal von Prof. Franz Weiß. Hier ist der Ausgangspunkt für den gleichnamigen Rundweg, der auch einen modernen Kreuzweg mit Werken der Künstlerin Roswitha Dautermann einbindet. Der Breitenfelder Kreuzweg stammt aus dem frühen 18. Jhdt. und ist einer der bedeutendsten Andachts- und Glaubenswege der Region. 2004 wurde der Kreuzweg renoviert und von der Künstlerin Roswitha Dautermann zeitgemäß gestaltet. Mit der modernen Darstellung gelang eine Übersetzung der Leidensgeschichte Jesu in die heutige Zeit. An jeder Station ist eine ausführliche Beschreibung angebracht. Damit bietet der knapp einen Kilometer lange Weg die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit dem eigenen Kreuz, es abzuladen und neue Lebenskraft zu schöpfen. Als Kreuzweg (Weg des Kreuzes, lateinisch via crucis) bezeichnet man einen der Via Dolorosa (schmerzensreiche Straße) in Jerusalem, dem Leidensweg Jesu Christi nachgebildeten Wallfahrtsweg wie auch eine Andachtsübung, bei der der Beter den einzelnen Stationen dieses Weges folgt. Seit der Zeit um 1600 wurden Kreuzwege mit vierzehn bebilderten Stationen errichtet. Über einen Waldweg führt der Weg bergab und über eine Südhangwiese auf den Hackerberg. Drei liebevoll gepflegte Kapellen säumen den Weg. Über den malerischen Weinhügel führt der „Salvator-Mundi–Weg“ hinunter nach Neustift, auf ebenen Wegen neben Äckern und Wiesen weist ein Stichweg zur Stieleiche (Quercus robur). Die Eiche hat einen Stammumfang von 4,6 Meter, eine geschätzte Höhe von rund 25 Meter und der Kronendurchmesser beträgt durchschnittlich 20 Meter. Sie ist "nur" etwa 100 Jahre alt, der mächtige Wuchs erklärt sich durch die gute Wasser- und Nährstoffversorgung des Standortes. Diese hervorragende Einzelschöpfung der Natur ist wegen ihrer Schönheit und ihres besonderen Gepräges für das Landschaftsbild erhaltenswürdig und einer spirituellen Rast würdig. Ein Stück weiter erreicht man St. Kind. In der Filialkirche sind zwei seltene Votivbilddarstellungen: "Die Kümmernis von St. Kind - die vom Kummer Befreiende". Seit der Mitte des 15. Jahrhunderts erzählen Heiligenlegenden von ihr, sie sei die zum Christentum bekehrte Tochter eines heidnischen Königs gewesen, die sich gegen die vom Vater erzwungene Heirat wehrte. Ihre inständigen Gebete um Verunstaltung wurden erhört: ihr wuchs ein Bart. Der erboste Vater ließ sie daraufhin ans Kreuz schlagen. Bevor sie dort starb, verkündete sie noch drei Tage lang ihren Glauben und bekehrte so viele zum Christentum, unter anderen ihren Vater, der reuevoll eine Gedächtniskirche errichtete und darin ein kostbar ausgestattetes Bildwerk aufstellen ließ. Vor dem Bilde geigte einst ein in Not geratener Spielmann, den die Heilige mit ihrem herab geworfenen kostbaren Schuh entlohnte. Der daraufhin des Diebstahls angeklagte Geiger bewies seine Unschuld, indem er erneut vor dem Bilde bittend, von der Heiligen den zweiten Schuh zugeworfen bekam. ihr Gedenktag ist der 20. Juli. Weiter geht der Weg auf der Ebene nach Ruppersdorf sowie den Kaisberg.

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